In Fertigungs- und Montagehallen entsteht Dauerlärm: Maschinen, Förderanlagen, Druckluft und Materialhandling erzeugen permanente Pegel über große Flächen. Anders als in der Werkstatt geht es hier selten um einzelne Spitzen, sondern um die dauerhafte Grundbelastung des gesamten Hallenvolumens – mit Folgen für Gesundheit, Konzentration und Fehlerquote.
Großvolumen braucht großflächige Lösungen
Je größer und härter die Halle, desto länger der Nachhall und desto weiter trägt der Schall. Die wirtschaftlichste Antwort sind großflächig verteilte Akustikbaffeln an der Decke: vertikal abgehängt, beidseitig wirksam, anpassbar an Größe, Form und Belegung der Halle. Sie senken die Nachhallzeit und damit den Diffusschallpegel spürbar – nachrüstbar zwischen Trägern, Rohren und Lüftung, ohne die Raumhöhe zu opfern.
Dominieren einzelne sehr laute Anlagen das Bild, kombinieren wir die Absorption mit gezielter Quellenminderung – siehe Maschineneinhausung und Kompressor-Schallschutz.
Technische Maßnahmen vor persönlichem Schutz
Die LärmVibrationsArbSchV folgt dem Prinzip: erst technische und organisatorische Lärmminderung, dann persönlicher Gehörschutz. Ab dem oberen Auslösewert von 85 dB(A) ist ein Lärmminderungsprogramm verpflichtend. Raumakustik (Baffeln, Absorber) und Quellenminderung (Einhausung) sind genau die technischen Maßnahmen, die hier zählen – ergänzt um die Hörsamkeits-Anforderungen der DIN 18041.