Im Konferenz- und Besprechungsraum ist Sprache das wichtigste Medium – und genau hier scheitert die Kommunikation oft an der Akustik. Harte Tische, Glaswände und nackte Decken werfen den Schall zurück, die Nachhallzeit steigt, Wörter verwischen ineinander. Am Tisch wird das anstrengend, im Videocall wird es kritisch: Mikrofone nehmen den reflektierten Schall mit auf, und beim Gegenüber kommt eine dumpfe, schwer verständliche Übertragung an.
Schallschutz im Konferenzraum setzt deshalb bei der Sprachverständlichkeit an: Wir verkürzen die Nachhallzeit auf den nach Norm zulässigen Sollwert – ermittelt über eine Akustikmessung, nicht nach Schätzung.
Warum die Nachhallzeit über alles entscheidet
Die Nachhallzeit beschreibt, wie lange ein Schallereignis im Raum nachklingt. Ist sie zu lang, überlagern sich aufeinanderfolgende Laute – Sprache wird unscharf. Ist sie passend kurz, klingt jedes Wort sauber aus, bevor das nächste folgt. Für Räume mit Sprachnutzung definiert die DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen” Zielwerte in Abhängigkeit von Raumvolumen und Nutzung. Diese Sollwerte sind die Grundlage unserer Auslegung.
Videocalls profitieren doppelt
In hybriden Meetings hört nicht nur die Person im Raum mit, sondern auch die Konferenztechnik. Je halliger der Raum, desto schlechter trennt das Mikrofon die Stimme vom Raumschall. Eine kurze, gleichmäßige Nachhallzeit verbessert die Sprachverständlichkeit deshalb auf beiden Seiten der Leitung – im Raum und am anderen Ende der Übertragung.