DIN 18041 · Brandschutzklasse B1 · Öko-Tex DE
Branchenübersicht

Schallschutz für die Industrie: weniger Lärm, mehr Leistung, klare Compliance

Wir senken den Lärm in Werkstätten, Produktions- und Logistikhallen nachweisbar – mit 3D-Aufmaß, Auslegung nach ASR A3.7, eigener Fertigung, eigenem Montageteam und Kontrollmessung. Alles aus einer Hand.

5Raumtypen
ASR A3.7als Auslegungsziel
3DAufmaß vor Ort
Alles aus einer Hand

Ein Partner – von der Messung bis zur Montage.

Wir verantworten das Ergebnis von der ersten Akustikmessung bis zur Kontrollmessung nach der Montage. Kein Zwischenhändler, kein Webshop – direkter Kontakt zum Fachbetrieb.

  • Beratungvor Ort, ehrlich
  • MessungASR A3.7, 3D-Aufmaß
  • Eigene Fertigungmaßgefertigt in Deutschland
  • Eigenes Teamsaubere Montage

In Werkstätten, Produktions- und Logistikhallen verteilt sich der Lärm von Maschinen, Fahrzeugen und Werkzeugen über harte Böden, Wände und Decken. Das Ergebnis: dauerhaft hohe Pegel, sinkende Konzentration, mehr Fehler – und eine gesetzliche Handlungspflicht. Schallschutz in der Industrie ist damit Gesundheits-, Produktivitäts- und Compliance-Thema zugleich.

Wir lösen es nachweisbar: Wir nehmen Ihre Halle auf, legen die Maßnahmen auf ihr Lärmprofil aus, fertigen und montieren selbst und belegen das Ergebnis mit einer Kontrollmessung.

Normen & Pflichten: was für Ihren Betrieb gilt

Drei Regelwerke bestimmen, was Sie gegen Lärm in der Halle tun müssen. Sie greifen an verschiedenen Stellen: beim Ohr der Beschäftigten, beim Raum selbst und an der Grundstücksgrenze.

RegelwerkGilt wannWas Sie konkret tun müssen
LärmVibrationsArbSchVab 80 dB(A) Tages-Lärmexposition oder 135 dB(C) SpitzenpegelGehörschutz bereitstellen, Beschäftigte unterweisen, arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten
ab 85 dB(A) oder 137 dB(C)Gehörschutz-Tragepflicht, Lärmbereich kennzeichnen, Pflichtvorsorge, Lärmminderungsprogramm aufstellen
ASR A3.7 „Lärm"in jedem Arbeitsraum mit Sprachkommunikation, unabhängig vom Pegelmittlerer Schallabsorptionsgrad von mindestens 0,3 im eingerichteten Raum – in Räumen über 1.000 m³ alternativ mindestens 4 dB Pegelabnahme je Abstandsverdopplung (DL2)
TA Lärmwenn Lärm nach außen dringtImmissionsrichtwerte an der Nachbarschaft einhalten – relevant bei offenen Toren, Lüftung und Anlagen im Freien
DIN 18041für Büros, Besprechungs- und Pausenräume im BetriebNachhallzeit nach Raumnutzung auslegen – für die Fertigungsfläche selbst ist die ASR A3.7 maßgeblich

Zwei Punkte werden in der Praxis oft übersehen. Erstens: Gehörschutz zählt bei den Auslösewerten nicht mit. Technische Lärmminderung hat Vorrang vor persönlichem Schutz. Zweitens: Die Anforderung der ASR A3.7 an die Raumakustik gilt auch dann, wenn die Auslösewerte nirgends erreicht werden. Eine Halle mit kahlen Betonwänden und Trapezblechdach erfüllt sie in aller Regel nicht.

Was Schallabsorption in der Halle bewirkt – und wo ihre Grenze liegt

In einer Halle hört jeder Beschäftigte zwei Anteile: den Direktschall der Maschine vor ihm und den Raumschall, der von Decke, Wänden und Boden zurückgeworfen wird. Schallabsorber senken nur den zweiten Anteil. Das bestimmt, was sie leisten können.

Im Raumschall gilt eine einfache Beziehung: Die Pegelminderung beträgt rund 10 · lg(A₂ / A₁), wobei A die äquivalente Absorptionsfläche vor und nach der Maßnahme ist.

  • Doppelte Absorptionsfläche: rund 3 dB weniger
  • Dreifache Absorptionsfläche: knapp 5 dB weniger – etwa der Schritt von einer kahlen Halle auf den Zielwert der ASR A3.7
  • Vierfache Absorptionsfläche: rund 6 dB weniger

Das klingt nach wenig, ist es aber nicht. 3 dB entsprechen der halben Schallenergie. Spürbar wird die Wirkung vor allem im Abstand zur Quelle: Der Lärm einer Maschine trägt nicht mehr durch die ganze Halle, Zurufe werden verständlicher und Nachbararbeitsplätze ruhiger.

Direkt an der Maschine ändert Absorption dagegen wenig, weil dort der Direktschall überwiegt. Wer am Arbeitsplatz einer lauten Anlage unter den oberen Auslösewert kommen muss, braucht zusätzlich eine Einhausung an der Quelle. Wir sagen Ihnen nach dem Aufmaß offen, welcher Anteil Ihres Problems sich mit Absorption lösen lässt und welcher nicht.

Zonieren statt dämmen: laute Bereiche abtrennen

Nicht jede Halle muss überall leise sein. Oft reicht es, Arbeitsplätze mit Sprachkommunikation, Prüfplätze oder Meisterbüros vom lauten Bereich zu trennen – ohne Umbau und so, dass sich die Aufteilung später ändern lässt.

  • Mobile Schallschutzwände: auf Rollen verfahrbar, schirmen einzelne Arbeitsplätze oder Maschinengruppen ab und lassen sich bei geänderter Fertigung neu stellen.
  • Schallschutzvorhang: mehrlagig und verfahrbar – zugezogen entsteht eine abgetrennte Zone, aufgezogen bleibt die Fläche für Stapler und Kran frei.
  • Maschineneinhausung: schließt eine einzelne laute Anlage ein und senkt den Lärm dort, wo er entsteht.

Zonierung ersetzt die Absorption an der Decke nicht, sie ergänzt sie. Am wirksamsten ist die Kombination: Absorber gegen den Raumschall, Abtrennung gegen den Direktschall.

Was Hallenlärm kostet – und was die Reduktion bringt

Permanenter Maschinen- und Arbeitslärm belastet Gesundheit und Leistung. Eine gezielte Lärmminderung zahlt sich mehrfach aus:

  • Produktivität: geringerer Pegel steigert Konzentration und Leistungsfähigkeit, die Fehlerquote sinkt.
  • Gesundheit: weniger Schall bedeutet weniger Stress und weniger Fehltage.
  • Kommunikation: Zurufe und Absprachen werden verständlicher, die Sicherheit steigt.
  • Compliance: die Vorgaben von LärmVibrationsArbSchV und ASR A3.7 werden eingehalten und sind dokumentiert.

Unsere Lösungen für die Halle

Wir kombinieren je nach Lärmprofil mehrere Wirkprinzipien:

  • Akustikbaffeln & Industrieabsorber: vertikal abgehängte Absorber, beidseitig wirksam – der Klassiker für große Hallen, nachrüstbar zwischen Rohren und Lüftung.
  • Deckenabsorber & Baffeln: flächige oder körperförmige Absorber für Decke und hohe Räume.
  • Schallschutzwände & Maschineneinhausung: schirmen laute Anlagen direkt an der Quelle ab – wirksam dort, wo Absorption allein nicht reicht.
  • Schallschutzvorhang: verfahrbare Abtrennung lauter Bereiche.

So läuft ein Industrieprojekt mit uns ab

Ob eine einzelne laute Anlage oder die komplette Hallenausstattung – wir planen, fertigen und montieren jede Lösung passgenau für Ihren Betrieb.

So läuft Ihr Projekt

Vom Lärmproblem zur klaren Lösung – in fünf Schritten.

1
Analyse & Messung

Vor-Ort-Termin, 3D-Aufmaß, Nachhall- und Pegelmessung.

2
Planung

Auslegung nach ASR A3.7 auf Basis von Aufmaß und Messdaten.

3
Fertigung

Passgenaue Produktion im eigenen Haus.

4
Montage

Sauber durch unser eigenes Team, meist im laufenden Betrieb.

5
Kontrollmessung

Dokumentierter Vorher-/Nachher-Vergleich.

Was das in einer Halle konkret bedeutet:

  1. 3D-Aufmaß: Wir nehmen die Halle mit einem 3D-Raumscanner auf. In wenigen Minuten je Raum entsteht ein maßhaltiges Modell mit Volumen und Oberflächen – Grundlage für jede weitere Berechnung.
  2. Nachhallzeit: In einfach geschnittenen Räumen berechnen wir sie aus dem Raummodell. In hohen oder verwinkelten Hallen trägt die Rechnung nicht mehr, dort messen wir vor Ort nach DIN EN ISO 3382-2.
  3. Auslegung: Wir ermitteln die Absorberfläche, die Ihre Halle braucht, um die Anforderung der ASR A3.7 zu erfüllen – und prüfen, ob für einzelne Arbeitsplätze zusätzlich Abtrennung oder Einhausung nötig ist.
  4. Fertigung und Montage: Wir fertigen im eigenen Haus und montieren mit eigenem Team, in der Regel im laufenden Betrieb.
  5. Kontrollmessung: Nach der Montage messen wir nach. Das Ergebnis erhalten Sie schriftlich – als Nachweis für Gefährdungsbeurteilung und Lärmminderungsprogramm.

Was den Preis bestimmt

Ein Preis ohne Aufmaß wäre geraten. Drei Größen bestimmen die Kosten am stärksten:

  • Hallenvolumen: Je größer der Raum, desto mehr Absorptionsfläche braucht er für denselben Zielwert.
  • Ausgangszustand: Eine Halle mit kahlem Beton und Trapezblech braucht mehr Fläche als eine mit gedämmtem Dach oder vielen Regalen.
  • Montagehöhe und Zugänglichkeit: Hohe Decken, Kranbahnen und Rohrtrassen erhöhen den Aufwand für Hebebühne und Abhängung.

Dazu kommen Sonderanforderungen wie Einhausungen, Schallschutzwände oder Auflagen zum Brandschutz. Nach dem Aufmaß erhalten Sie ein Angebot mit genau der Fläche, die Ihre Halle braucht.

Ihre Akustik-Analyse

Erfüllt Ihre Halle schon die Lärm-Vorgaben?

Wir nehmen Ihre Halle auf, bestimmen die Nachhallzeit und sagen Ihnen ehrlich, welche Maßnahme die Vorgaben erfüllt – kostenlos und unverbindlich.

Ist Schallschutz in Ihrer Halle ein Thema? Dann sprechen wir darüber – kostenlos, ehrlich und auf Basis Ihrer Räume. Wir sagen Ihnen klar, welche Maßnahme bei Ihrem Lärmprofil wirklich greift.

Häufige Fragen

Ab welchem Lärmpegel muss ich als Arbeitgeber handeln?

Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung nennt zwei Auslösewerte für den Tages-Lärmexpositionspegel. Ab 80 dB(A) oder einem Spitzenpegel von 135 dB(C) müssen Sie Gehörschutz bereitstellen, die Beschäftigten unterweisen und arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten. Ab 85 dB(A) oder 137 dB(C) gilt Tragepflicht für Gehörschutz, der Bereich ist als Lärmbereich zu kennzeichnen, die Vorsorge wird Pflicht und Sie müssen ein Lärmminderungsprogramm aufstellen. Gehörschutz zählt dabei nicht mit: Die Auslösewerte gelten ohne seine dämmende Wirkung.

Welche Vorschriften gelten für die Raumakustik einer Produktionshalle?

Die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 'Lärm'. Für Arbeitsräume außerhalb von Büro und Bildung verlangt sie einen mittleren Schallabsorptionsgrad von mindestens 0,3 im eingerichteten Raum, gemittelt über die Oktaven von 250 bis 2.000 Hz. In Räumen über 1.000 m³ ist alternativ eine Pegelabnahme von mindestens 4 dB je Abstandsverdopplung (DL2) zulässig. Die DIN 18041 betrifft in der Industrie vor allem Büros, Besprechungs- und Pausenräume, nicht die Fertigungsfläche.

Welche Schalldämmung eignet sich für industrielle Räume?

Das hängt davon ab, wo der Lärm entsteht und wo er stört. Schallabsorber wie Baffeln und Deckenabsorber senken den Nachhall und damit den Lärm im ganzen Raum. Schalldämmung trennt ab: Eine Einhausung schließt eine laute Maschine ein, Schallschutzwände und -vorhänge teilen ruhige von lauten Zonen. Am Maschinenarbeitsplatz wirkt vor allem die Einhausung, im übrigen Hallenvolumen die Absorption. Welche Kombination passt, legen wir nach dem Aufmaß fest.

Wie viel leiser wird eine Halle durch Absorber?

Im Raumschall gilt: Verdoppeln Sie die Absorptionsfläche, sinkt der Pegel um rund 3 dB, bei vierfacher Fläche um rund 6 dB. In einer Halle mit harten Oberflächen sind 4 bis 6 dB im Abstand zur Lärmquelle realistisch. Der Nachhall wird kürzer, Zurufe werden verständlicher und der Lärm benachbarter Arbeitsplätze trägt weniger weit. Direkt an der Maschine ändert Absorption wenig, dort hilft eine Einhausung.

Muss die Produktion für die Montage stillstehen?

In der Regel nicht. Baffeln und Absorber werden an Decke und Wand montiert, die Arbeit in der Halle läuft dabei meist weiter. Den Ablauf stimmen wir vorab mit Ihnen ab, damit Wege, Krananlagen und Stapler nicht behindert werden.

Wie läuft ein Industrieprojekt bei raumAKUSTIKS ab?

Zuerst nehmen wir die Halle mit einem 3D-Raumscanner auf. Daraus entsteht ein maßhaltiges Raummodell mit Volumen und Oberflächen. In einfach geschnittenen Räumen berechnen wir die Nachhallzeit, in hohen oder verwinkelten Hallen messen wir sie vor Ort nach DIN EN ISO 3382-2. Danach legen wir die nötige Absorberfläche aus, fertigen im eigenen Haus, montieren mit eigenem Team und schließen mit einer Kontrollmessung ab. So ist das Ergebnis schriftlich dokumentiert.

Was kostet Schallschutz für eine Halle?

Den Preis bestimmen vor allem drei Größen: das Hallenvolumen, die Absorberfläche, die zum Erreichen des Zielwerts nötig ist, und die Montagehöhe mit dem Aufwand für Hebebühne und Abhängung. Dazu kommen Sonderanforderungen wie Einhausungen oder Brandschutzauflagen. Ein belastbares Angebot erstellen wir nach dem Aufmaß – mit genau der Fläche, die Ihre Halle braucht, nicht mehr.

Welche Normen sind relevant?

Für den Gehörschutz die LärmVibrationsArbSchV, für die Raumakustik der Arbeitsräume die ASR A3.7 'Lärm', für Geräusche nach außen in die Nachbarschaft die TA Lärm. Die DIN 18041 kommt für Büros und Besprechungsräume innerhalb des Betriebs hinzu. Alle unsere Absorber erfüllen die Brandschutzklasse B1.

Beratung zu Schallschutz für die Industrie: weniger Lärm, mehr Leistung, klare Compliance

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