


Wer Raumakustik wirksam verbessern will, braucht zuerst belastbare Zahlen. Wie hallig ist der Raum heute, in welchen Frequenzbereichen liegt das Problem, und wie viel Absorberfläche ist nötig, um die nach Norm zulässige Nachhallzeit zu erreichen? Diese Fragen beantwortet eine professionelle Akustikmessung – objektiv und nachprüfbar. Wir messen, statt zu schätzen.
Messung ist die Grundlage jeder seriösen Lösung
Akustikprobleme lassen sich nicht zuverlässig nach Augenschein lösen. Zwei optisch ähnliche Räume können sich akustisch völlig unterschiedlich verhalten – je nach Volumen, Oberflächen, Möblierung und Nutzung. Wer ohne Messung Absorber bestellt, riskiert zu wenig Wirkung oder unnötige Kosten. Mit einer Messung dagegen ist die Auslegung kalkulierbar: Sie wissen vorher, welches Ergebnis Sie bekommen.
Genau hier setzt unser Vorgehen an – und genau das unterscheidet uns vom reinen Versandhandel: Beratung, Messung, eigene Fertigung und ein eigenes Montageteam kommen bei raumAKUSTIKS aus einer Hand. Wir verantworten das Ergebnis von der ersten Messung bis zur Kontrollmessung nach der Montage.
Was wir messen
Eine vollständige Akustikmessung erfasst die akustisch entscheidenden Größen Ihres Raums:
- Nachhallzeit (T): die Zeit, in der der Schallpegel nach dem Abschalten der Quelle um 60 dB abfällt – gemessen frequenzabhängig nach DIN EN ISO 3382-2. Sie ist der wichtigste Kennwert für die Hörsamkeit.
- Schalldruckpegel: der vorhandene Lärmpegel im Raum, in der Industrie zusätzlich arbeitsplatzbezogen im Hinblick auf die Auslösewerte der LärmVibrationsArbSchV.
- Raumvolumen & Oberflächen: als Eingangsgrößen für die Soll-Nachhallzeit nach DIN 18041 und für die Berechnung der nötigen Absorberfläche.
- Nutzung & Anforderung: Sprache, Konzentration, Musik oder Fertigung – die Nutzungsart bestimmt, welcher Zielwert gilt.
Das 3D-Aufmaß: maßhaltig statt geschätzt
Damit die Auslegung präzise wird, vermessen wir den Raum dreidimensional und erstellen ein maßhaltiges Modell. Das Raumvolumen ist die zentrale Eingangsgröße für die nach DIN 18041 zulässige Nachhallzeit – und die Basis, um Menge und Position der Absorber rechnerisch zu bestimmen.
DIN 18041: der Maßstab für gute Hörsamkeit
Die DIN 18041 „Hörsamkeit in Räumen” definiert, welche Nachhallzeit ein Raum je nach Nutzung und Volumen haben sollte. Ein Klassenraum, ein Großraumbüro und eine Werkhalle haben jeweils andere Sollwerte. Die Norm gibt damit einen objektiven Maßstab vor: Erst der Vergleich von gemessenem Ist-Wert und normativem Soll-Wert zeigt, wie groß der akustische Handlungsbedarf wirklich ist – und wann er erledigt ist.
Eine Messung allein ist eine Zahl. Ihren Wert bekommt sie erst im Abgleich mit dem Normziel: Liegt die gemessene Nachhallzeit über dem nach DIN 18041 zulässigen Wert, beziffern wir die fehlende Absorberfläche exakt – und legen die Lösung darauf aus.
So läuft Ihre Akustikmessung ab – fünf Schritte aus einer Hand
- Vor-Ort-Termin & Bestandsaufnahme – wir nehmen Raum, Nutzung und Problemstellung auf.
- Messung & 3D-Aufmaß – Nachhallzeit, Pegel und Geometrie werden präzise erfasst.
- Auslegung nach Norm – Ist-Werte gegen DIN-18041-Sollwerte, Berechnung der nötigen Absorberfläche.
- Fertigung & Montage – passgenaue Produktion im eigenen Haus, Montage durch unser eigenes Team.
- Kontrollmessung – erneute Messung nach der Montage, dokumentierter Vorher-/Nachher-Vergleich.
Der Nachweis am Ende: die Kontrollmessung
Wir lassen die Wirkung nicht beim Versprechen. Nach der Montage messen wir erneut und stellen die neue Nachhallzeit dem Ausgangswert und dem Normziel gegenüber. Sie erhalten damit einen belastbaren Beleg der Verbesserung – relevant für die Geschäftsführung, den Arbeitsschutz und die Dokumentation der Normkonformität. Welche Normen und Zertifikate dabei eine Rolle spielen, fassen wir auf der Seite Zertifikate & Normen zusammen.
Soll Ihr Raum messbar leiser werden? Dann starten wir mit dem, worauf alles aufbaut: einer ehrlichen Messung. Die erste Einschätzung ist kostenlos – wir sagen Ihnen klar, ob und welche Maßnahme bei Ihren Werten wirklich greift.
Häufige Fragen
Was wird bei einer Akustikmessung erfasst?
Im Kern die Nachhallzeit (T) über die relevanten Frequenzbänder und der vorhandene Schalldruckpegel. Die Nachhallzeit wird nach DIN EN ISO 3382-2 bestimmt – der Norm für die Messung der Nachhallzeit in gewöhnlichen Räumen. Ergänzend erfassen wir Raumgeometrie, Oberflächen und Nutzung, weil daraus die nach DIN 18041 zulässigen Sollwerte folgen.
Was ist ein 3D-Aufmaß und warum machen Sie das?
Wir vermessen den Raum dreidimensional und erstellen ein maßhaltiges Modell mit Raumvolumen und Oberflächen. Das Volumen ist die zentrale Eingangsgröße für die Soll-Nachhallzeit nach DIN 18041 und für die Berechnung der nötigen Absorberfläche. So planen wir die Menge und Position der Absorber rechnerisch – nicht nach Gefühl.
Was kostet eine Akustikmessung?
Die erste Einschätzung und Beratung ist kostenlos. Den Aufwand einer vollständigen Messung mit 3D-Aufmaß stimmen wir vorab transparent ab – er richtet sich nach Größe und Komplexität des Raums. Bei Beauftragung der Umsetzung rechnen wir die Messung fair an. Sie erhalten so von Anfang an Planungssicherheit statt offener Posten.
Worin unterscheidet sich die Messung von der Akustikberatung?
Die Akustikberatung ist der Gesamtprozess – von der Bedarfsaufnahme bis zur Empfehlung. Die Akustikmessung ist der technische Kern darin: die objektive Erfassung der Ist-Werte. Erst die Messung macht aus einer Einschätzung eine belastbare, nachprüfbare Auslegung.
Was bringt die Kontrollmessung nach der Montage?
Sie belegt den Erfolg. Wir messen die Nachhallzeit nach der Montage erneut und stellen Ist- gegen Soll-Werte. Damit ist die Verbesserung dokumentiert – ein wichtiger Nachweis gegenüber Geschäftsführung, Arbeitsschutz und für die Einhaltung der DIN 18041.
Messen Sie auch in Industriehallen?
Ja. In Produktions-, Werk- und Logistikhallen erfassen wir zusätzlich den arbeitsplatzbezogenen Lärm im Hinblick auf die LärmVibrationsArbSchV (Auslösewerte 80 und 85 dB(A)). Mehr dazu auf der Seite Schallschutz Industrie.