

In Fertigungs- und Montagehallen entsteht Dauerlärm: Maschinen, Förderanlagen, Druckluft und Materialhandling erzeugen permanente Pegel über große Flächen. Anders als in der Werkstatt geht es hier selten um einzelne Spitzen, sondern um die dauerhafte Grundbelastung des gesamten Hallenvolumens – mit Folgen für Gesundheit, Konzentration und Fehlerquote.
Großvolumen braucht großflächige Lösungen
Je größer und härter die Halle, desto länger der Nachhall und desto weiter trägt der Schall. Die wirtschaftlichste Antwort sind großflächig verteilte Akustikbaffeln an der Decke: vertikal abgehängt, beidseitig wirksam, anpassbar an Größe, Form und Belegung der Halle. Sie senken die Nachhallzeit und damit den Diffusschallpegel spürbar – nachrüstbar zwischen Trägern, Rohren und Lüftung, ohne die Raumhöhe zu opfern.
Dominieren einzelne sehr laute Anlagen das Bild, kombinieren wir die Absorption mit gezielter Quellenminderung – siehe Maschineneinhausung und Kompressor-Schallschutz.
Technische Maßnahmen vor persönlichem Schutz
Die LärmVibrationsArbSchV folgt dem Prinzip: erst technische und organisatorische Lärmminderung, dann persönlicher Gehörschutz. Ab dem oberen Auslösewert von 85 dB(A) ist ein Lärmminderungsprogramm verpflichtend. Raumakustik (Baffeln, Absorber) und Quellenminderung (Einhausung) sind genau die technischen Maßnahmen, die hier zählen – ergänzt um die Hörsamkeits-Anforderungen der DIN 18041.
Geplant nach Messung, gebaut aus einer Hand
Wir erfassen Nachhallzeit und Schalldruckpegel, legen Menge, Typ und Position der Absorber aus, fertigen im eigenen Haus und montieren mit eigenem Team – meist im laufenden Betrieb. Die Abnahme erfolgt mit Kontrollmessung, sodass die Verbesserung belegt ist. Den strategischen Überblick gibt unser Industrie-Pillar.
Häufige Fragen
Wie senkt man den Lärm in einer großen Fertigungshalle?
Über großflächig verteilte Schallabsorber an Decke und Wand – meist abgehängte Akustikbaffeln. Sie senken die Nachhallzeit im gesamten Hallenvolumen und damit den Diffusschallpegel. Wo einzelne Maschinen dominieren, ergänzen wir Schallschutzwände oder Einhausungen an der Quelle.
Bleibt die Raumhöhe und Kranfahrt frei?
Ja. Vertikal abgehängte Baffeln nutzen das Hallenvolumen, ohne die nutzbare Höhe nennenswert einzuschränken, und lassen sich zwischen Trägern, Leitungen und Lüftung platzieren. Krananlagen und Logistikwege berücksichtigen wir in der Planung.
Welche Pflichten habe ich als Betreiber?
Die LärmVibrationsArbSchV verlangt ab 85 dB(A) ein Lärmminderungsprogramm – technische und organisatorische Maßnahmen gehen dem persönlichen Gehörschutz vor. Raumakustik und Quellenminderung sind genau solche technischen Maßnahmen. Dazu kommt die DIN 18041 für die Hörsamkeit.
Stört die Montage die laufende Produktion?
In der Regel nicht. Die Absorber werden an Decke und Wand montiert; die Produktion läuft meist weiter. Den Ablauf stimmen wir eng mit Ihrer Schicht- und Wartungsplanung ab.